Ein ganzes halbes Jahr

Während viele gehypte und großbudgetierten Produktionen dieses Jahr die Kinobesucher eher kalt lassen, schafft es eine Romanverfilmung mit Top-Besetzung diesen 2016er-Fluch zu brechen. Ein ganzes halbes Jahr mir Emilia Clarke und Sam Claflin in den Hauptrollen ist endlich mal wieder eine gute Umsetzung einer grandiosen Vorlage.

 

Eine Story, die nahezu niemanden kalt lassen kann, zwei grandiose Hauptdarsteller und eine Taschentuch-Gebrauch-Garantie machen Ein ganzes halbes Jahr zum Kassenschlager der vergangenen Woche. Zugegeben wenn in einem vollen Kinosaal nur fünf Männer (den zwölfjährigen Jungen, für den scheinbar kein Babysitter gefunden wurde, mal außer Acht gelassen) sitzen, weiß man in welcher Kategorie Film man(n) sich befindet. Aber diese Romanze hat durchaus etwas für insgeheime Liebhaber gut gemachter Filme.

 

Die Story könnte schöner nicht sein! Der 26 jährigen Louisa (Emilia Clarke, ja die Khalesi aus GoT!) wird ihr langjähriger Job in einem Café gekündigt, worauf die lebensfrohe Kleinstadtbewohnerin den Job, als seelische Stütze des gelähmten Ex-Bänkers William Traynor (Sam Claflin) übernimmt. Dieser durch ein Mottoradunfall und die dadurch resultierenden Folgen depressive und launische Sohn einer reichen Familie. Nach ersten Differenzen findet Lou einen Draht zu Will und fängt an eine emotionale Bindung zu ihm auf zu bauen. Doch dann dämmert es ihr, warum sie nur für ein halbes Jahr eingestellt wurde.

 

Im weiteren Verlauf entwickelt sich eine herzzereißende Liebesgeschichte, die sich mit vielen Höhen und Tiefen immer weiter zuspitzt. Dabei glänzt Ein ganzes halbes Jahr mit vielen überwältigen Bildern und wunderbaren Schauspielern, die eine Traumbesetzung für diese Rollen darstellen. Wer die Vorlage, den Roman von Jojo Moyes gelesen hat wird auf keinen Fall enttäuscht, eher im Gegenteil. Man kann sich auf eine stilvolle filmische Umsetzung freuen. Und wenn die tränenerzwingende Schlussszene durch ein Gelächter über das kollektive Geräusch von schnäuzenden Taschentüchern abgelöst wird, weiß man: Dieser Film war sein Geld eindeutig wert!

 

Fazit: Für Frauen so oder so ein MustGuck-Film; für Männer mit einer Passion für gute Filme, die ab und zu auch schnulzige Passagen ertragen können gilt selbige Empfehlung. Ich bin mir sicher, dieser Film wird ein absoluter Kassenschlager und ich freue mich bereits auf die Verfilmung, des Nachfolgerromans.

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