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Kurz gedacht - 27.04.2017

KURZ GEDACHT sind Themen, die es aus verschiedenen Gründen nicht zu einem eigenen Blog_Post geschafft haben. Dennoch immer informativ und mit Vision oder Fragen, die auch ich mir nicht beantworten konnte. Dabei kann es passieren, dass manche Themenansätze zu kurz gedacht sind. Dafür seid ihr Leser da. Diskutiert mit mir über die Themen!

von Finn Petersen


Lang ist es her. Seit 2011 ist die Energiewende eingeleitet. Also schon sehr lange ist es her, dass Deutschland sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt hat. Wo stehen wir heute, nach knapp sechs Jahren? Der Trassenausbau zur Verteilung der Energie aus dem windreichen Norden in andere Teile der Republik hakt gewaltig. Überall klagen Bürger gegen geplante Stromleitungen, Windkraftanlagen und Co. Egal ob dies an manchen Stellen berechtigt ist oder auch nicht, Verlierer sind am Ende wir alle.

 

Das die komplette Umstellung unseres "Energiemix" nicht einfach würde, war von Anfang an klar. Aber das Politik und Gesellschaft nach nur fünf/sechs Jahren wieder diskutieren, ob Atomkraftwerke nicht doch eine längere Laufzeit bekommen sollen ist bedauerlich. Auch wenn AKWs nahezu klimaneutral Energie erzeugen, die Risiken sind es in Anbetracht der Möglichkeiten im erneuerbaren Bereich nicht wert.

 

Braun- und Steinkohle sind Energieträger vergangener Jahre und haben trotzdem einem großen Anteil an unserer Energieversorgung. Mit mehr als 40% einen zu großen! Denn die fossilen Kohlekraftwerke sind für 4/5 der gesamten CO2 Emissionen verantwortlich. Eine Bequemlichkeit, die nicht nur nachfolgende Generationen teuer bezahlen werden. Wer daran etwas ändern will, muss auf Bundesebene einen Machtwechsel einleiten: nur eine grüne Regierung wird das Jahrhundertprojekt wieder in schneller Fahrwasser manövrieren.


Ein Wort reizt derzeit mal wieder den Durchschnittsbürger mit deutschen Wurzeln: "Doppelpass". Dabei ist leider nicht die fast sakrale Fußballmesse gemeint, die allwöchentlich am frühen Sonntag Nachmittag über die Bildschirme flimmert. Es ist die immer warm gehaltene Diskussion über eine doppelte Staatsbürgerschaft. Ein Dukatenesel der "Konservativen" und Rechtspopulisten. 

Dabei ist diese Debatte nichts, als verlogen. Wer hinter die Fassade der Debatte blickt sieht den Alltagsrassismus, der unsere Gesellschaft durchzieht. Das ein anderer Bürger einen Doppelpass besitzt, bringt keine Nachteile für einen anderen ohne diesen mit sich. Es tut also nicht weh, wenn jemand aus dem inneren


familien-herkunfsttechnischen Konflikt heraus entscheidet: "Ich bin Italiener und Deutscher", "Ich bin Grieche und Deutscher" oder Anlass der aktuellen Episode dieser Debatte "Ich bin Türke und Deutscher". Aber der gemeine Deutschwurzler möchte eine Entscheidung haben. Schließlich kennt er aus seiner Fußballmesse auch nur entweder oder. Die Horizonterweiterung, dass es sich hierbei nicht "nur" um eine schöne Nebensache handelt wäre wünschenswert, ist aber vermutlich genauso wenig zu erwarten, wie Empathie oder Toleranz anderer Farben als seiner im Duell 11 gegen 11.


>>Man muss jung sein, um große Dinge zu tun.<< Dies sagte bereits Johann Wolfgang von Goethe. Und dementsprechend haben wir Jugendliche in Haddeby ein neues Projekt auf den Weg gebracht. Das Jugendnetzwerk Haddeby soll die Vereine in unserem Amt bündeln, die Aktien in der Jugendarbeit haben. Damit wollen wir uns unter anderem gegenseitig unterstützen, gemeinsam größeres erreichen und die Stimme der Jugendlichen im Amt Haddeby stärken und hörbar machen.

 

Denn Landtagswahlen ab 16 sind keine Luftschlossidee von Grünen, sondern pure Realität. Die Jugend interessiert sich für Politik und will sich auch in diese einbringen. Und genau das wollen wir mit unserer ersten kleinen Aktion zeigen. Was diese Aktion ist? Schaut doch mal auf unserer Homepage oder unserer Facebookseite vorbei.


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