Diagnose Verstopfung - Muttis Bauchgefühl ist obsolet

Wir schreiben das Jahr 2017, Zwei Cowboys reiten Hand in Hand in den Sonnenuntergang. Sie sind verheiratet und keiner stört sich daran. In Texas ist dies möglich. Im modernen Deutschland hingegen nicht. Eine plausible Erklärung hat die regierende CDU, die sich gegen die Gleichstellung stellt nicht. Vor der letzten Wahl entgegnete Frau Merkel in der "Wahlarena" ihr Bauchgefühl wäre dagegen. Inzwischen tippe ich auf Verstopfungen.

Ich kritisiere gerne, dass Angela Merkel reaktionär ist. In den vergangenen Jahren mag uns diese Vorgehensweise geholfen haben, aber erkennbar voran haben uns die merkelschen Reaktionen auch nicht gebracht. Drei Legislaturen unter Mutti sind ins Land gezogen und wir haben uns zu einer toleranten und fortschrittlichen Gesellschaft entwickelt. Denken wir zumindest gerne mal. "Diese Homos können doch zufrieden sein, dass man sie nicht mehr verfolgt!". Solche Sätze sind krass, spiegeln nicht unbedingt den gesellschaftlichen Diskurs wieder, sind aber leider immer noch Alltag auf deutschen Straßen.

 

Knapp 20 Länder auf unserem Globus haben die komplette Gleichstellung der Ehe zwischen Heterosexuellen und Homosexuellen vollzogen. Darunter auch die sonst so prüden USA. Demnach ist es für Homosexuelle in Texas einfacher zu heiraten, als in Berlin. Klingt komisch, ist aber Realität. Und wem haben wir diesen Misstand zu verdanken? Unserer Kanzlerin. #DankeMerkel

Vorgeschoben Begründung für die Ablehnung ist das Adoptionsrecht. Eine konservative Gruppe von gemeinen Deutschwurzlern in den Unionsparteien führt diese abstruse Argumentation immer wieder an. Rein vom Verständnis her ist es unlogisch, denn zwei Menschen, die Verantwortung für ein Kind übernehmen wollen haben sich im Vorfeld Gedanken über die Realisierung dieses Wunsches gemacht. Im Gegensatz zu manch heterosexuellen Eltern. Zudem haben wir in Deutschland scharfe Richtlinien und Prüfungen beim Thema Adoption. Daher sollte man lieber über einen "Eltern-Pass" im Generellen nachdenken, anstatt liebenden Eltern die Möglichkeit zu verwehren genau dies zu werden.

 

Das diese Gruppe von erzkonservativen "Biodeutschen" selbst in der CDU/CSU eine Minderheit darstellen macht es noch unverständlicher, warum die Bundesregierung es mal wieder nicht geschafft hat die "Ehe für alle" einzuführen. Jetzt versprechen die Parteien wieder, dass es in der kommenden Legislatur kommen wird, sofern man an der Regierung beteiligt ist. Dies ist vor allem von der SPD heuchlerisch, da die Sozialdemokraten das Vorhaben mehrfach in der aktuellen GroKo verschoben haben.


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