Analyse zur #ltwsh17 im Amt Haddeby

Schleswig-Holstein hat gewählt und somit auch mein Amt Haddeby. Die Ergebnisse hier sind so unterschiedlich, wie die einzelnen Gemeinden selbst. Ich habe die Ergebnisse der Zweitstimmen für euch grafisch aufbereitet und eine kleine Analyse dazu angestellt. Viel Spaß beim lesen und diskutieren.

Ein spannender, intensiver Wahlkampf, Diversität der Parteien in vielen Themen und persönliche Fehltritte haben das Ergebnis der Landtagswahl 2017 in Schleswig-Holstein geprägt. Der Wähler hat auf Landesebene eine schwierige Koalitionsbildung resultieren lassen. Dabei sieht man, dass sich harter Wahlkampf und klare Positionierung, zumindest im Land zwischen den Meeren lohnt. 

 

In Haddeby zeigt sich eine konservative Grundstruktur. In sechs von acht Gemeinden holen die Christdemokraten gut ein Drittel aller Stimmen. Diese konservative Haltung scheint allerdings nicht zementiert zu sein. Auch wenn die Sozialdemokraten mit gut 22% auf Amtsebene stagnieren, gute Arbeit in der vergangenen Legislatur bescheren zumindest den Grünen ein satten Zuwachs von über zwei Prozentpunkten. Ähnlich ergeht es der FDP, die mit den Themen Straßen und digitale Infrastruktur auch im Wikingerland zu punkten wissen.


Letzte Partei auf der Gewinnseite sind die Rechtspopulisten der AfD, die mit über 5,2% Zuwachs auch in Haddeby über die 5%-Hürde springen würden. Das höchste Ergebnis holt die Partei dabei in Lottorf, mit fast 11%. Das ist mit Abstand das stärkste Ergebnis der Alternative für Deutschland im Wahlkreis 5 (Schleswig). Und das obwohl die Wahlbeteiligung im kleinsten Dorf Haddebys nicht einmal die niedrigste war. Diesen traurigen Rekord holt Borgwedel mit lediglich 56,4%. Im Gegensatz zu Lottorf brachte das den Rechtspopulisten aber nichts. In Borgwedel wählten lediglich 4,3% die AfD. 

 

Am meisten verloren haben die Piraten die nur noch 1% behalten. Ebenfalls stark verloren hat der SSW, der 3% einbüßen musste. Die beiden großen stagnieren mit -0,1% (CDU) und -0,3% (SPD) und können somit den Trend auf Landesebene nicht bestätigen. Die "Volksparteien" scheinen bei uns von einer großen Stammwählerschaft zu profitieren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0